
24. März 2021
Bodenfeuchtesensoren oder Satellitendaten? Warum die Fernerkundung Sensoren so schnell nicht ersetzt.
Warum Bodenfeuchtesensoren statt Satellitendaten verwenden? Die Antwort ist einfach: Genauigkeit.
Satellitendaten werden zunehmend zum Standard für viele meteorologische Messungen und datengetriebene Lösungen in zahlreichen Innovationsfeldern. Warum also stattdessen Bodenfeuchtesensoren verwenden? Die Antwort ist einfach: Genauigkeit.
Überblick
Die Messung der Bodenfeuchte könnte wie eines jener Probleme wirken, die man mit der sogenannten Fernerkundung angehen sollte. Und tatsächlich versuchen das viele. Doch die Forschung zeigt, dass keine der bestehenden satellitengestützten Bildgebungstechniken Wissenschaftlern und Ingenieuren genug Information liefert, um die Bodenfeuchte tief genug zu berechnen, um genaue Messwerte für die relevante Wurzelzone der Kulturen zu liefern.
Fernerkundete, im kurzwelligen Infrarot transformierte Reflektanz (TRSWIR), der normalisierte differenzierte Vegetationsindex (NDVI) und ähnliche Parameter lassen sich erfolgreich nutzen, um die Bodenfeuchte an der Oberfläche über große Flächen abzuschätzen, und durchaus auf Probleme wie Dürreerkennung oder Bewässerung in einkommensschwachen Regionen anwenden; doch die moderne Landwirtschaft, besonders bei Pflanzen mit tiefen Wurzelzonen, verlangt eine weit höhere Präzision bei der Messung der Bodenfeuchte in größeren Tiefen, die den Satellitenkameras physisch verborgen bleiben.
Nur bis 5 cm unter der Oberfläche genau
Ein an der University of New Brunswick in Kanada durchgeführter Überblick über Fernerkundungsmethoden zur Schätzung der Bodenfeuchte weist darauf hin, dass Fernerkundungsmethoden bei der Schätzung der Feuchte bis 5 cm unter der Oberfläche relativ erfolgreich sein können. Und selbst das nur, sofern nicht zu viel Vegetation den Blick über dem Boden einschränkt. Alles Tiefere „kann als eine weitere Herausforderung betrachtet werden“.
Seit diesem Überblick sind 10 Jahre vergangen, doch viel hat sich nicht geändert — außer dass es mehr Unternehmen gibt, die satellitengestützte Lösungen mit Ergebnissen bewerben, die sie nicht liefern können. Der Grund: Die Wurzelzone eines Betriebs ist ein weit komplexeres System, als sich durch Beobachtung der Bodenoberfläche lösen ließe. So fortschrittlich die Technik auch ist — die einzige Möglichkeit, die Feuchte tief im Boden genau zu schätzen, besteht darin, eine Messung in der relevanten Tiefe vorzunehmen. Und genau das tun Bodenfeuchtesensoren.
Wenn Sie Ihre Optionen abwägen, lohnt es sich, die verschiedenen Bodenfeuchtesensor-Technologien und die zehn Fragen vor dem Kauf zu kennen.
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